Allgemein

Preisverleihung 2019

Herzliche Einladung zur Preisverleihung 2019

Der Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Frankfurt, dem Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, lädt herzlich zur Preisverleihung des Leonore Siegele-Wenschkewitz Preises 2019 ein.

In diesem Jahr werden Helga Engler-Heidle und Ute Knie für das kirchliche Projekt „Frauenbewegung in der EKHN online“ mit dem LSW-Preis ausgezeichnet.
Der Nachwuchspreis geht an Carina Louisa Schmidt-Marburger für ihre Arbeit zum Thema „Die Integration ‚fremder‘ Frauen im Buch Rut und in den Chronikbüchern“.

Die diesjährige Preisverleihung findet am 10. November 2019 um 14 Uhr in der Evangelischen Akademie, Frankfurt statt.
Nähere Informationen zur Feierstunde und zur Einladung finden Sie hier.

Preisträger*innen 2017

Der diesjährige Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis wurde am 12. November in der Evangelischen Akademie Frankfurt um 15 Uhr in einem Festakt übergeben. Der mit einem Preisgeld von 3000 Euro dotierte Hauptpreis geht an Gerhard Schreiber als Herausgeber des Grundlagenwerkes „Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften. Ergebnisse, Kontroversen, Perspektiven.“

=> weitere Informationen

Einladung zur Mitgliederversammlung 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie zur diesjährigen Mitgliederversammlung am

Sonntag, den 20. November 2016
um 17.00 Uhr in der Ev.- luth. St. Paulsgemeinde, Saalgasse 17 60311 Frankfurt am Main

formgerecht einladen.

Vor Eintritt in die Tagesordnung

Vortrag von Dipl. Theol. Sarah Jäger
„Rote Lippen soll man küssen…Protestantismus und sexuelle Revolution in den fünfziger und sechziger Jahren“
Anschließende Diskussion.

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Feststellung der Tagesordnung
2. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung
3. Bericht der Vorsitzenden
4. Bericht der Geschäftsführerin
5. Bericht über die Kassenprüfung
6. Aussprache zu Punkt 3, 4 und 5
7. Verschiedenes

Mit freundlichen Grüßen (Eva Ungvari, Geschäftsführerin)

Einladung zum LSW-Preis 2015

Theologisches Highlight beim Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis 2015

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis 2015 geht an Aliyah El Mansy für ihre Dissertation „Exogame Ehen. Die traditionsgeschichtlichen Kontexte der paulinischen Position“.

Wenn am 11. Oktober 2015 um 15 Uhr in der Sankt Nicolai Gemeinde (Waldschmidtstraße 116, Frankfurt) der diesjährige Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis in einem Festakt übergeben wird, dann wird damit eine beeindruckend kenntnis- und detailreiche Untersuchung ausgezeichnet. Aliyah El Mansy stellt dar, wie Heiraten außerhalb der eigenen sozialen Gruppe in „jüdischen Schriften der Perserzeit und hellenistischen Zeit“, in „griechischen und römischen Schriften der späten Republik bis zur hohen Kaiserzeit“ und in „jüdischen und christlichen Schriften der frühen Kaiserzeit“ gewertet werden. Sie zeigt, dass sich in den Debatten vielfältige Positionen beobachten lassen und sich die negativen und positiven Einschätzungen ähneln. Die Preisträgerin kommt u.a. zu dem Fazit: „Die biblischen Texte kennzeichnet gerade, dass es keine einheitliche Regelung gibt. Die Positionierungen und Argumente sind zeitbedingt und versuchen auf Situationen zu reagieren, die die eigene Identität herausfordern. Exogame Ehen sind möglich – verhandelt wird über ihre Voraussetzungen und Gestaltung. Die herangezogenen Legitimationen sind dabei meistens sekundär und austauschbar. Paulus zeigt eindrucksvoll, dass er auf konkrete Ängste theologisch variabel reagieren kann.“

Die ausgezeichnete Arbeit besticht durch ihren weiten Horizont, die Fülle des herangezogenen sehr unterschiedlichen Quellenmaterials (dessen Einordnung zudem jeweils verständlich gemacht wird), sowie die prägnante und verständliche Darstellung. Feministisch-theologische Fragestellungen fließen in die Untersuchung mit großer Selbstverständlichkeit ein. Zugleich macht die Arbeit deutlich, wie die vielfach geforderte Intersektionalität in der Praxis die wissenschaftliche Diskussion befördert.

In der Feierstunde am Sonntag den 11. Oktober in Frankfurt wird die mutige Arbeit einer jungen Wissenschaftlerin gewürdigt und es besteht die Chance beim anschließenden Empfang mit ihr und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. Anmeldungen an info@verein-fem-theologie.de oder per Einladungskarte erleichtern die Vorbereitung.

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis wird alle 2 Jahre vom Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Frankfurt, den Landesverband Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V. und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vergeben und dient der Auszeichnung von Beiträgen, die in besonderer Weise die feministische Theologie oder die Gender Studies in der Theologie fördern. Mit dem Preis wird gleichzeitig an Leonore Siegle-Wenschkewitz erinnert. Die 1999 verstorbene Direktorin der damaligen Evangelischen Akademie Hessen und Nassau war mit ihrem Engagement für kirchliche Zeitgeschichte, das christlich-jüdischen Verhältnis, feministische Theologie und theologische Frauenforschung richtungsweisend.

Luise Schottroff ist gestorben

Foto: Claudia Janssen

Unsere Preisträgerin des Leonore Siegele-Wenschkewitz Preises 2013, Prof. Dr. Dr. h.c. Luise Schottroff ist am Sonntag, dem 8. Februar 2015, in Kassel nach schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren gestorben.

Sie war eine inspirierende theologische Lehrerin, eine Mut machende feministische Bibelwissenschaftlerin, eine Brückenbauerin und beharrliche Kirchenfrau, eine Freundin, die die Hoffnung auf Gottes gerechte Welt weiter getragen hat.
Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis für ihr Lebenswerk aus Anlass des Erscheinens ihres Kommentars zum 1. Brief an die Gemeinde in Korinth war die letzte große Auszeichnung, die Luise Schottroff entgegen nehmen konnte. Wir sind froh, dass wir sie auf diesem Weg noch einmal würdigen konnten und ihr zeigen durften, wie sehr ihr Arbeiten uns ermutigt, gestärkt und begleitet hat und weiter ermutigen, stärken und begleiten wird. Den Kommentar zum Matthäusevangelium, den Luise Schottroff noch begonnen hatte (vgl. die Laudatio zur Preisverleihung), müssen nun andere in die Hände nehmen.
Wie schade, dass Luise Schottroff nun die freundlichen Nachrufe auf sie nicht mehr lesen kann. Ich vermute, sie hätte sich gefreut. Wir sind dankbar für den gemeinsamen Weg und traurig, weil sie uns nun fehlen wird.
Hanne Köhler

Ulrike Scherf würdigt Theologin
Zum Tode der theologischen Wissenschaftlerin Luise Schottroff
Nachruf aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vom 9. Februar 2015

„Luise Schottroff hat uns gelehrt, die Bibel genau zu lesen“ Zum Tod einer Wegbereiterin der sozialgeschichtlichen und feministischen Bibelauslegung von Claudia Janssen auf der Internetseite der EKD am 9. Februar 2015

Luise Schottroff ist tot – Leben für eine gerechte Theologie Nachruf in der TAZ vom 9. Februar 2015

Nach Ihrem Tod lesen wir neu den Artikel „Beziehungen sind Sterbeglück
Eine Begegnung mit Luise Schottroff im Angesicht des nahenden Todes“ in Zeitzeichen 11/2014

Einladung zum Seminar über den Ersten Korintherbrief mit Prof. Dr. Luise Schottroff

Am 17.05.2014 lädt das Evangelische Frauenzentrum in Frankfurt am Main zu einem Seminar über den Ersten Korintherbrief mit Prof. Dr. Luise Schottroff ein.
Zwischen 11 Uhr und 16.30 wird zunächst über Prof. Schottroffs Kommentar diskutiert und danach Gespräche über heutige und frühere Risiken und Verrücktheiten geführt.

Der Verein zur Förderung feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. unterstützt diese Veranstaltung als Mitveranstalter. Anmeldungen ans:
EVAngelische Frauenbegegnungszentrum, www.eva-frauenzentrum.de
Tel. 069 920708 0
Eva-frauenzentrum@frankfurt-evangelisch.de

Den Pressetext gibt es hier.

Branntwein, Bibeln und Bananen – Der Versuch einer postkolonialen Sichtweise auf Theologie

Zu den Hauptaufgaben des Vereins zur Förderung feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. gehört es Projekte zu fördern, die die feministische Theologie voran bringen.
Das neueste vom Verein geförderte Projekt, war der im Januar 2014 stattgefundene feministische Studientag in Marburg. Ein Bericht von Selina Moll.

„Branntwein, Bibeln und Bananen – Der Versuch einer postkolonialen
Sichtweise auf Theologie“
– ein Bericht vom Feministischen Studientag 2014 –

Am 22. Januar 2013 fand am Fachbereich Evangelische Theologie in Marburg der 24. Feministische Studientag statt. Der Studientag soll Menschen aller Geschlechter die Möglichkeit bieten, sich interdisziplinär unter feministisch-kritischem Blickwinkel mit einem aktuellen Thema auseinander zu setzen. In diesem Jahr war das Thema „Branntwein, Bibeln und Bananen – Der Versuch einer postkolonialen Sichtweise auf Theologie“.
Der Studientag wurde von der Fachbereichsfrauenbeauftragten Selina Moll und einer Gruppe von Studierenden vorbereitet. Bereichernd war die interdisziplinäre Zusammensetzung des diesjährigen Studientagsteams. Seit Juli 2013 hatte sich die Gruppe auf den Studientag vorbereitet, gemeinsam Texte zum Thema gelesen, diskutiert und die Veranstaltungen geplant. Es war ein sehr lehrreicher, selbstreflexiver und spannender Prozess für die Gruppe.
Neben dem Studientag gab es eine Filmvorführung „Und dann der Regen“ im Dezember 2013 zum Thema „(Neo-)Kolonialismus und Mission“ und eine Veranstaltung zu May Ayim, der 1996 verstorbenen afro-deutschen Aktivistin, Wissenschaftlerin und Dichterin, die eine wichtige Rolle in der sich seit den 80er Jahren organisierenden Schwarzen Bewegung in Deutschland inne hatte.

Was meint postkolonial?
Wer unsere Zeit als „postkolonial“ bezeichnet, spricht gleichzeitig von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit dem Begriff „postkolonial“ kommen die Voraussetzungen der gegenwärtigen Globalisierung und ihre wirtschaftliche und kulturelle Vorgeschichte zur Sprache. Die Bezeichnung „postkolonial“ verweist auf die Nachwirkungen kolonialer Beziehungen, ohne zu behaupten, wir lebten nach wie vor in einem kolonialen Zeitalter. Das Wort „post“ bedeutet also nicht, dass etwas überwunden und hinter sich gelassen worden ist, sondern dass die koloniale Geschichte sich immer
noch in der Gegenwart spiegelt.

Vortrag „(Post-)Kolonialwaren im Angebot: Was Theologie mit Kolonialität zu tun hat.“
Der Studientag selbst wurde mit einem Vortrag der postkoloniale Theologin Marion Grau mit dem Titel
„(Post-)Kolonialwaren im Angebot: Was Theologie mit Kolonialität zu tun hat.“ eröffnet. Frau Grau hat in Deutschland Theologie studiert und lehrt seit vielen Jahren als Associate Professor of Theology in Berkeley (Kalifornien) Sytematische Theologie. Ihr Vortrag war von persönlichbiographischen Erfahrungen rund um die Themenfelder „Mission und Kolonialismus“, „weiße Schuld (white guilt)“, „Theologie nach Ausschwitz“ und „Intersektionalität und Theologie“ geprägt.
In erzählerischem Stil ging sie auf ihre Jugend- und Studierzeit in Deutschland ein, auf Diskussionen mit Schwarzen Studierenden in Berkeley und Erfahrungen im Gespräch mit indigenen Gruppen, wie den Maori in Neuseeland. In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Fragen aufgeworfen. Eine Studierende fragte z.B. wie sich postkoloniale Theologie zu Antisemitismus verhalte, konkret am Beispiel der postkolonialen Analyse der Landnahme-Erzählung in der Hebräischen Bibel. Ein anderer Zuhörer ging auf die Kontextualisierung postkolonialer Theologie in Deutschland ein und stellte heraus, dass ein Arbeitsfeld der Widerstand von christlichen Gemeinschaften gegen den vorherrschenden antimuslimischer Rassismus sein könnte, welcher oft auf einer Gegenfolie der christlich-abendländischen Identität beruhe. Zu dem Vortrag kamen ungefähr 45 Besucher_innen.
Im Anschluss an den Einführungsvortrag gab es drei Workshops, die von Studierenden vorbereitet wurden. An den Workshops nahmen ca. 20 Menschen teil. Leider konnte aufgrund fehlender Teilnehmer_innen ein Workshop nicht stattfinden.

Postkoloniale Gottesbilder bei M. Althaus-Reid
Zu Beginn wurden in diesem Workshop Ausschnitte aus dem Film „Das koloniale Missverständnis“ angeschaut. Die Dokumentation thematisiert die Verstrickung von Missionierung und Kolonialisierung mit dem Fokus auf Deutschland als ehemalige Kolonialmacht. Die Teilnehmenden fragten sich welche Gottes- und Menschenbilder in den Filmausschnitten sichtbar werden. In der Diskussion wurde deutlich, wie das Gottesbild mit dem jeweils eigenen Menschenbild und mit den gesellschaftlichen Analysen zusammenhängt. Insofern baute sich zur Kolonialzeit zum Beispiel ein Gottesbild auf, das weiße Menschen bemächtigte und die Kolonialisierung legitimierte. Im zweiten Block gab Sabine Jarosch eine kurze Einführung in postkoloniale Theorie. Einer der wichtigen Themen für den Workshop war die Frage nach Repräsentation und Identität, also „Wer spricht für wen und wer wird nicht gehört?“. Der andere Fokus lag auf dem Konzept Territorialität, zugespitzt in der Frage „Von wo aus wird gesprochen und wird das benannt?“. Anschließend wurden zwei Texte von Marcella Althaus-Reid gelesen, in denen sie über Gottesbilder spricht. Althaus Reid sagt: „Der Weg von einem Gott an den Rändern zu einem marginalen Gott
[…] könnte die Aufgabe einer postkolonialen Theologie sein […].“[1] In den Texten fragt Althaus-Reid die Befreiungstheologie von der postkolonialen Theorie her an: Ein Gott, der sich zu den Armen nur hinabbeugt bzw. für sie Partei ergreift und nicht selbst marginal ist, stamme weiterhin aus dem kolonialen Zentrum. Sie spricht selber von einer marginalen Gott. Ihr „Marginal God“ ist aufs Engste mit postkolonialen Konzepten wie Überwindung eines Sprechen für Andere (Repräsentation), Sensibilität für Raum- und Geschlechtskonstruktionen und Ermöglichung von Widerstand verknüpft.

White Charity – Schwarzsein & Weißsein auf christlichen Spendenplakaten“.
In diesem Workshop wurde zuerst in einem theoretischen Input wurde auf die Funktionsweise von Rassismen eingegangen und die Verknüpfung von Kolonialismus und Rassismus besprochen. Darüber hinaus wurde auf das Themenfeld des Kritischen Weißseins eingegangen. Dabei geht es grundsätzlich darum „Weißsein“ als sozial-konstruierte Norm zu benennen, welche weiße Menschen global gesehen im Zugang zu Ressourcen und Macht privilegiert und so in Verbindung mit anderen Herrschaftsverhältnissen eine weiße Vorherrschaft („white supremacy“) vom historischen Kolonialismus bis in die heutigen neokolonialen Gesellschaften konstituiert. Da Sprache einen wichtigen Anteil an der Aufrechterhaltung von rassistischen Begriffen und Fremdzuschreibungen hat, wurden zum Schluss alternative Begriffe wie People of Color oder Schwarze Deutsche dargestellt, die aktuell von manchen Menschen die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen, benutzt werden.

Im zweiten Teil konnten die Teilnehmenden in einem „Museumslauf“ verschiedene Spendenplakate von deutschen Entwicklungs- und Hilfsorganisationen, wie Brot für die Welt oder PlanB, anschauen und darüber gemeinsam ins Gespräch kommen. Anschließend wurde ein Ausschnitt aus dem Film „White Charity“ angeschaut, der die entwicklungspolitische Plakatwerbung in Deutschland aus einer rassismuskritischen und postkolonialen Perspektive analyisiert. Die zentrale These des Films ist, dass trotz neuer Kodizes die Plakate einer Selbstvergewisserung weißer Identität als höherwertig dienen. Gleichzeitig werde das Verhältnis zwischen globalem Norden und Süden entpolitisiert und enthistorisiert. Tragend sei dabei unter anderem die aus der Kolonialzeit stammende Konstruktion des Anderen durch die Zuschreibung von Defiziten oder unterdrückten Sehnsüchten. Auch heute noch seien in der Entwicklungszusammenarbeit die Themen Armut, Hunger, „Unterentwicklung“, mangelnde Bildung und Krankheit zentral. Diese Konzentration auf Mangel und Defizite sei ein wesentlicher Bestandteil des „kolonialen Blicks“ (Henning Melber). Die als anders Konstruierten würden dabei essentialisiert und auf eine (konstruierte) Eigenschaft reduziert. Am Ende der Workshops wurde sich über mögliche Veränderung von Plakaten ausgetauscht, aber auch grundlegende Fragen über Entwicklungszusammenarbeit, Alltagsrassismus in Deutschland und den Umgang bzw. das Verlernen von weißen Privilegien angestoßen.

Koloniale Blicke innerhalb schulischer und universitärer Bildungsarbeit
In diesem Workshop sollte anhand einer (von Montessori inspirierten) Lerntheke in partizipativer Weise ein Verständnis von Rassismus, othering und Kolonialität erarbeitet werden. Othering könnte mit „jemanden anders/andersartig machen“ übersetzt werden. Es beschreibt den Prozess, in welchem willkürlich ein Merkmal unter Menschen herausgegriffen wird und Menschen mit diesen Merkmalen als andersartig, „fremd“ klassifiziert werden. Resultat ist dabei ein Abgrenzen von „den Anderen“, sei es wegen des Geschlechts, der Religionszugehörigkeit, der „Rasse“ oder ethnischen Zugehörigkeit usw.. Gleichzeitig dient diese Konstruktion von Differenz, dazu die eigene Identität als normal und implizit höherwertig darzustellen. Das „Selbst“ wird so als antagonistisches Gegenstück zum „Anderen“ erst denkbar. Im Workshop sollten außerdem verschiedene Beispiele aus Schulbüchern, aber auch aus der Freiwilligenarbeit, mit einer postkolonialen Brille diskutiert werden. Leider konnte der Workshop aufgrund zu weniger Teilnehmenden nicht stattfinden.

Andacht und Ausklang
Die aufgekommenen Fragen, neuen Impulse und Irritationen brachten wir in einer politischen Abendandacht ein. Leitend war in der Andacht ein Gedicht von May Ayim und ein Ausschnitt aus dem Buch Ruth. Zur Andacht waren ca. 30 Menschen gekommen.
Gemeinsam ließen wir den Tag bei einem gemütlichen Abendessen und vielen Gesprächen bis spät in die Nacht ausklingen.

Grenzenlos und unverschämt
ich werde trotzdem
afrikanisch
sein auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine schwestern sind
wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und
noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben
(May Ayim 1990)
Selina Moll, stud. Frauenbeauftragte des Fachbereich 05, Februar 2014


ALTHAUS-REID, MARCELLA, Der göttliche Exodus Gottes. Unfreiwillig an den Rand gedrängt, für die
Marginalisierten Partei ergreifend oder wirklich marginal?, in: Conc(D) 37 (2001), 33–40, 22.

Dieser Film ist frei verfügbar unter www.whitecharity.de.

 

2013 wird neben dem Preis ein Sonderpreis vergeben

Luise Schottroff wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis 2013 geht an Sammelband „Feministische Theologie, Politische Theologie“.

Wenn am 10. November 2013 um 14 Uhr im Zentrum Verkündigung (Markgrafenstr. 14, Frankfurt) der diesjährige Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis in einem Festakt übergeben wird, dann gibt es doppelten Anlass zur Freude. Die Jury hat sich entschieden neben dem mit 3000 Euro dotiertem Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis, dieses Jahr erst- und einmalig einen Sonderpreis zu vergeben. Diesen erhält, anlässlich ihres aktuellen Kommentars „Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth“, für ihr Lebenswerk die Kasseler Professorin Luise Schottroff. Damit wird das Jahrzehnte lange Engagement von Luise Schottroff für die feministische Theologie besonders gewürdigt. Die Neutestamentlerin lehrte zuletzt in Berkeley (USA) und ist u.a. durch ihr Engagement auf Evangelischen Kirchentagen sowie als Mitherausgeberin des Kompendiums Feministische Bibelauslegung, des Sozialgeschichtlichen Wörterbuchs und der Bibel in gerechter Sprache bekannt. Die evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) fördert diese Auszeichnung mit einem Preisgeld von 1000 Euro.

 

Den Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis 2013 erhalten die Herausgeberinnen des Sammelbands „Feministische Theologie, Politische Theologie“: die habilitierte Marburger Systematikerin Elisabeth Hartlieb und die Theologin Stefanie Schäfer-Bossert. Der Sammelband fragt danach, was das Politische an der Feministischen Theologie ist. Antworten geben neben den Herausgeberinnen u.a. Marie-Theres Wacker, Andrea Bieler, Claudia Janssen, Sabine Plonz, Ulrike Auga, Andrea Günter und Eske Wollrad.

Den Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis 2013 erhalten die Herausgeberinnen des Sammelbands „Feministische Theologie, Politische Theologie“: die habilitierte Marburger Systematikerin Elisabeth Hartlieb und die Theologin Stefanie Schäfer-Bossert. Der Sammelband fragt danach, was das Politische an der Feministischen Theologie ist. Antworten geben neben den Herausgeberinnen u.a. Marie-Theres Wacker, Andrea Bieler, Claudia Janssen, Sabine Plonz, Ulrike Auga, Andrea Günter und Eske Wollrad.

 

An der Feierstunde am 10. November in Frankfurt wirken u.a. Ulrike Scherf (Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der EKHN), Gury Schneider-Ludorff (Rektorin der Augustana-Hochschule Neuendettelsau) und Eugen Eckert (als Musiker) mit. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. Anmeldungen an info@verein-fem-theologe.de erleichtern die Vorbereitung.

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis wird alle 2 Jahre vom Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vergeben und dient der Auszeichnung von Beiträgen, die in besonderer Weise die feministische Theologie oder die Gender Studies in der Theologie fördern. Mit dem Preis wird gleichzeitig an Leonore Siegle-Wenschkewitz erinnert. Die 1999 verstorbene Direktorin der Evangelischen Akademie Hessen und Nassau war mit ihrem Engagement für kirchliche Zeitgeschichte, das christlich-jüdischen Verhältnis, feministische Theologie und theologische Frauenforschung richtungsweisend.

Literatur und weitere Informationen

Stefanie Schäfer-Bossert und Elisabeth Hartlieb (Hg.): Feministische Theologie – Politische Theologie. Entwicklungen und Perspektiven, Ulrike Helmer Verlag Sulzbach 2012, 251 Seiten, 29,95 Euro¸ ISBN 978-3-89741-341-2; das Inhaltsverzeichnis des Bandes ist zugänglich über http://helmer.txt-web.de/Helmer/TXTSIArtikel/978-3-89741-341-2, eine Rezension von Antje Schrupp unter http://www.bzw-weiterdenken.de/2013/01/neues-aus-der-feministisch-theologischen-politik.

Luise Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth (Theologischer Kommentar zum neuen Testament, Band 7), Kohlhammer Verlag Stuttgart 2013. 382 Seiten, €42,00
ISBN 978-3-17-016979-1; vgl. die ausführliche Rezension von Rolf Baumann in: bbs 4.2013 http://www.biblische-buecherschau.de/2013/Schottroff_Korinth.pdf.

V.i.S.d.P.: Dr. Hanne Köhler, Vorsitzende des Vereins zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V; www.verein-fem-theologie.de
Postadresse des Vereins: Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V.; c/o Svenja Pauly (Geschäftsführerin); Goldbornstr. 24, 65439 Flörsheim.

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Mitgliederversammlung 2013

Am 16.09.2013 findet um 18 Uhr im Zentrum Verkündigung, Markgrafenstr. 14 in 60487 Frankfurt-Bockenheim, die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins statt. Wie jedes Jahr wird es auch dieses Jahr einen inhaltlichen Vortrag geben. Simone Mantei wird vor Eintritt in die Tagesordnung zum Thema „Pastoraltheologie der Vielfalt – Vision und/oder Realität?“ referieren.
Alle Interessierten, auch Nicht-Vereinsmitglieder, sind dazu herzlich willkommen.

Informationen zum Hintergrund der Referentin finden sie hier. Einige ihrer Untersuchungsergebnisse sind z.B. veröffentlicht in in einem Aufsatz aus „Christ und Welt“ 48/2012 oder in dem Buch Simone Mantei / Regina Sommer / Ulrike Wagner-Rau (Hrsg.), Geschlechterverhältnisse und Pfarrberuf im Wandel. Irritationen, Analysen und Forschungsperspektiven, Stuttgart 2013.

Wechsel in Geschäftsführung

Wie angekündigt ist nun unsere bisherige Geschäftsführerin Christel Krämer-Jung auf der Vorstandssitzung am 28.01.2013 zurückgetreten.

Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1996 hat sie dessen Geschäfte geführt und somit dem Verein den Weg geebnet. Nach ihrem langjährigem Engagement möchte Sie sich nun neuen Aufgaben widmen, bleibt dem Verein jedoch selbstverständlich als aktives Mitglied erhalten. Wir bedanken uns bei Frau Krämer-Jung für die hervorragende Zusammenarbeit und wünschen ihr auch für die Zukunft weiterhin nur das Beste.

Als neue Geschäftsführerin begrüßen wir Svenja Pauly. Sie ist momentan Studentin der Politikwissenschaft und Publizistik an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Durch ein Praktikum in der Öffentlichkeitsabteilung der EKHN hat sie schon erste Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können und freut sich nun auf die Arbeit in unserem Verein.

Verabschiedung von Christel Krämer-Jung

GeschäftsführerIn gesucht

Unsere bisherige Geschäftsführerin möchte sich nach ihrem langjährigen Engagement für unseren Verein anderen Aufgaben widmen und daher suchen wir eine Person, die bereit ist, ihre Nachfolge zu übernehmen.

Wir sind ein kleiner Verein. Die regelmäßige Arbeit hält sich also in Grenzen. Wir sind zudem einen effektiven Arbeitsstil mit wenigen und zeitlich überschaubaren Treffen gewohnt. In der Regel treffen wir uns einmal im Jahr zu einer Mitgliederversammlung. Der Vorstand tagt nach Bedarf. Im Zusammenhang mit der Verleihung des Leonore Siegele-Wenschkewitz Preises alle 2 Jahre kommt die Auswahltätigkeit der Jury dazu, sowie die Organisation und Durchführung der Preisverleihung.

Aufgaben: Bisher war die Geschäftsführerin für den Schriftwechsel des Vereins verantwortlich, hat zu den Sitzungen eingeladen, Protokoll geführt, die Buchhaltung erledigt und die Finanzen überwacht, Spendenquittungen ausgestellt, jährlich einen kurzen Tätigkeitsbericht erstellt, die Preisverleihung organisatorisch vorbereitet etc. Eine Unterstützung in der Einarbeitungszeit und eine gute Übergabe ist für uns selbstverständlich.
Ganz besonders würden wir uns freuen über eine Person, der es Spaß macht hautnah mit feministisch-theologisch Engagierten in Kontakt zu kommen und die sich über thematische Anregungen bei der Mitgliederversammlung und bei der Preisverleihung freut.

Ort: Da der Verein seinen Sitz in Frankfurt hat, wäre es hilfreich, wenn die neue Person aus der Gegend kommen würde. Aber wo genau die Arbeit erledigt wird, kann sich gerne nach den persönlichen Bedürfnissen richten.

Wir zahlen eine kleine monatliche Aufwandsentschädigung. Am einfachsten für uns wäre ein Dienstbeginn am 1.1.2013.

Nähere Informationen sind erhältlich bei den Vorsitzenden Dr. Hanne Köhler und Heidi Rosenstock.

Mitgliederversammlung 2012

Ruth Poser zu Gast vor Mitgliederversammlung am 6.9.2012

Die Mitgliederversammlung des Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V.

beginnt am Donnerstag, dem 6. September 2012 um 18.00 Uhr
im Zentrum Verkündigung der EKHN, Markgrafenstr. 14, 60487 Frankfurt -Bockenheim.

Vor Eintritt in die Tagesordnung stellt Dr. Ruth Poser (Marburg) ihre mit dem Hanna-Jursch-Preis der EKD
ausgezeichnete Dissertation „Das Ezechielbuch als Traumaliteratur“ vor. Alle Interessierten sind dazu willkommen. Als Appetitanreger sei hier verwiesen auf Beiträge im Zusammenhang mit dieser Preisverleihung:

  1. Die Festrede des Ratspräsidenten Dr. h.c. Nikolaus Schneider zur Verleihung des Hanna-Jursch-Preises an Ruth Poser am 5. Juli 2012 in Marburg

Heidi Rosenstock bekommt Bundesverdienstkreuz

Heidi RosenstockPresseerklärung: Bundesverdienstkreuzes für Heidi Rosenstock – Mit Freude kompetent Kirche gestalten

Am 1. März 2012 wird die Organisationsberaterin Heidi Rosenstock für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement auf vielen Ebenen der Kirche mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Als Mitglied des Kirchenvorstandes in ihrer Gemeinde in Schwalbach im Taunus sorgte sie 18 Jahre lang dafür, dass viele Menschen sich dort einbringen und ihre geistige Heimat finden konnten. Sie ließ sich zur Prädikantin ausbilden und gestaltete mit Freude lebendige Gottesdienste. Es ist ihr ein Herzensanliegen, dass alle Getauften sich an der Theologiebildung beteiligen.

In der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat Heidi Rosenstock 12 Jahre mutig Anliegen der Feministischen Theologie vertreten, ist für gerechte Sprache eingetreten, hat angeregt, dass auch der Aufwand von Synodalen für die Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen erstattet wird. Im Theologischen Ausschuss der Synode hat sie an der Erweiterung des Grundartikel der EKHN mitgearbeitet (Bekenntnis zur Schuld gegenüber dem Judentum und zur bleibenden Erwählung Israels), sowie an der Entwicklung der Leitbilder der Kirche. Darauf folgten 5 Jahre als engagiertes Mitglied der Kirchenleitung der EKHN. Es galt u.a. ein neues PfarrerInnenbild mit zu entwickeln, oder auch die Lebensordnung der Kirche zu überarbeiten, die eine rechtliche Grundlage für diese darstellt.

Heidi Rosenstocks persönliches Engagement ist durch ihre Ausbildung zur Gemeinde- und Organisationsberaterin geprägt. Über 25 Jahre hat sie Kirchenvorstände und Pfarrteams beraten und fortgebildet und sie in schwierigen Situationen begleitet. Ein besonderes Anliegen ist ihr, dass Frauen in den Gemeinden sprachfähig werden und ihre Sicht der Dinge einbringen. Im Ausbildungsteam der Gemeindeberatung hat sie sich für die Qualifizierung dieser ehrenamtlichen Aufgabe eingesetzt.

Auch als Autorin ist Heidi Rosenstock bekannt, z.B. durch die Veröffentlichung von Gottesdienstmaterialien, sowie durch das Buch „Du Gott, Freundin der Menschen“ (4. Auflage 1998). In Projektgruppen, bei Kirchentagen, durch Lehraufträge, Predigtstudien, im Kirchenfunk und in vielen Veranstaltungen hat sie feministische Theologie gelehrt und gerechte Sprache befördert. Für die Bibel in gerechter Sprache war sie als Geschäftsführerin des Beirats tätig, der diese Bibelübersetzung begleitet hat, die zum Bestseller wurde. Auf ihr Engagement geht auch der Verein zur Förderung feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. zurück, der alle 2 Jahre den Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis verleiht. Von 1996 bis 2001 war sie dessen Vorsitzende und ist seit 2001 stellvertretende Vorsitzende.

Heidi Rosenstock blickt heute zurück und stellt mit einem Augenzwinkern fest, wie wichtig es war, zuweilen den Dienstweg nicht einzuhalten, sich wichtigen Themen zu verschreiben und Verbündete zu suchen. Das Ehrenamt ist ein freiwilliges und freies Amt. Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit, aber vor allem ihre Frömmigkeit hat sie in manch heiklen Situationen stark gemacht.

Heidi Rosenstock ist Mutter von vier Töchtern, sie hat sieben Enkelkinder und eine Urenkelin, die halten sie in Schwung, wenn sie dieses Jahr 80 Jahre alt wird. Sie lebt in Schwalbach im Taunus und ist auch heute immer noch an unterschiedlichen Orten in der Kirche aktiv. Einzelexemplare der Festschrift, mit der Heidi Rosenstock zu ihrem 70ten Geburtstag geehrt wurde, sind kostenfrei erhältlich über das Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN (corinna.latzko.ipos@ekhn-net.de).

V.i.S.d.P. Dr. Hanne Köhler, Vorsitzende des Vereins zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V; www.verein-fem-theologie.de

Dokument zum Download

LSW-Preis 2011

Internationales Projekt mit dem Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis ausgezeichnet

Der diesjährige Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis geht an Prof. Dr. Christl M. Maier, Professorin für Altes Testament, Philipps-Universität Marburg und Prof. Dr. Nuria Calduch-Benages, Ordinaria für Exegese des Alten Testament, Päpstliche Universität Gregoriana, Rom. Damit wird ein Projekt zum dritten Kanonteil der Bibel, den Schriften (hebräisch ketuvim) ausgezeichnet, in das Forschungsergebnisse aus Europa, Israel und den USA eingeflossen sind. Im Juli 2011 hat an der Universität Marburg ein spannendes Forschungskolloquium stattgefunden. Die anschließende Veröffentlichung zielt neben der wissenschaftlichen Fachöffentlichkeit auch auf ein größeres Publikum und soll in einer Sprache verfasst sein, die kein Theologiestudium voraussetzt. Dieses Buch ist gleichzeitig ein Teilband (I,3) im Rahmen der Enzyklopädie „Die Bibel und die Frauen“. Die 22 Bände erscheinen gleichzeitig in den vier Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch.

Ausgezeichnet werden die für den Teilband zu den Schriften / ketuvim verantwortlichen Herausgeberinnen und Organisatorinnen während einer Feierstunde am Sonntag, dem 6. November 2011 um 15 Uhr im Zentrum Verkündigung der EKHN, Markgrafenstraße 14, 60487 Frankfurt/Main.

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis wird alle 2 Jahre vom Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vergeben und dient der Auszeichnung von Beiträgen, die in besonderer Weise die feministische Theologie oder die Gender Studies in der Theologie befördern. Mit dem Preis wird gleichzeitig an Leonore Siegle-Wenschkewitz erinnert, die 1999 verstorbene Direktorin der Evangelischen Akademie Arnoldshain, die mit ihrem Engagement für kirchliche Zeitgeschichte, das christlich-jüdischen Verhältnis, feministische Theologie und theologische Frauenforschung richtungsweisend war.

Nach der Feierstunde wird zu einem Empfang mit Imbiss eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten beim Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V., Christel Krämer-Jung, Glaserstr. 8, 60599 Frankfurt am Main; info [at] verein-fem-theologie [dot] de

Nähere Informationen zum Gesamtprojekt und zu den bereits erschienen Teilbänden sind im Internet unter http://www.bibleandwomen.org/DE/ zugänglich; die Einleitung zur von Irmtraud Fischer u.a. herausgegebenen Gesamtenzyklopädie „Die Bibel und die Frauen“ lässt sich direkt unter nachlesen

Hier finden Sie EinladungPreisverleihung2011.

40. Jubiläum Dienstrecht

40-jähriges Jubiläum der Einführung eines gleichen Dienstrechtes für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

 

Unser Mitglied Dr. Simone Mantei hat als Mitglied eines Arbeitskreises den synodalen Festakt in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Einführung eines gleichen Dienstrechts für Pfarrer und Pfarrerinnen mit initiiert und vorbereitet, der im Mai begangen wurde. Dafür wurde ein Kurzfilm erstellt, vier Ausstellungsrollups und eine Collage aus alten Synodaldebatten, die durch drei professionelle SprecherInnen während des Festaktes vorgetragen wurde. Film und Rollups können nun zu Ausstellungszwecken in der Kirchenverwaltung ausgeliehen werden. Alle Medien sind zur Information über die Links unten hier zugänglich.

Film
Auszüge aus den Synodalprotokollen
1_Roll Up_print
2_Roll Up_print
3_Roll Up_print
4_Roll Up_print

Heidi Rosenstock

Zum 70. Geburtstag von Heidi Rosenstock 2002 erschien eine Festschrift. Daraus werden hier

Die komplette Festschrift kann, solange der Vorrat reicht, kostenlos bestellt werden bei:

Frau Corinna Latzko
ZOS – Zentrum für Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN
Kaiserstraße 2
61169 Friedberg
Telefon: 06031-162976 (in der Regel Mo. – Fr. 8 – 13 Uhr)

LSW-Preis 20009

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis wird alle zwei Jahre vom Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) für Beiträge vergeben, die in besonderer Weise die Feministische Theologie oder die Gender Studies in der Theologie vorantreiben. Er erinnert an die 1999 gestorbene Studienleiterin und Direktorin der Evangelischen Akademie Arnoldshain. Der Preis, der mit einem Preisgeld von 3000 Euro verbunden ist, ging in diesem Jahr an die

Interreligiöse und überparteiliche Fraueninitiative ›Sarah und Hagar‹

Der Preis wurde im Rahmen einer Feierstunde im Martin-Niemöller-Haus der Evangelischen Akademie Arnoldshain in Schmitten/Ts. am 8. November 2009 verliehen.

Pressemeldung zur Preisverleihung,

und ergänzende Informationen zu den Mitwirkenden der Fraueninitiative Sarah und Hagar zum Herunterladen.(pdf)

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