Heidi Rosenstock bekommt Bundesverdienstkreuz

Heidi RosenstockPresseerklärung: Bundesverdienstkreuzes für Heidi Rosenstock – Mit Freude kompetent Kirche gestalten

Am 1. März 2012 wird die Organisationsberaterin Heidi Rosenstock für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement auf vielen Ebenen der Kirche mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Als Mitglied des Kirchenvorstandes in ihrer Gemeinde in Schwalbach im Taunus sorgte sie 18 Jahre lang dafür, dass viele Menschen sich dort einbringen und ihre geistige Heimat finden konnten. Sie ließ sich zur Prädikantin ausbilden und gestaltete mit Freude lebendige Gottesdienste. Es ist ihr ein Herzensanliegen, dass alle Getauften sich an der Theologiebildung beteiligen.

In der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat Heidi Rosenstock 12 Jahre mutig Anliegen der Feministischen Theologie vertreten, ist für gerechte Sprache eingetreten, hat angeregt, dass auch der Aufwand von Synodalen für die Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen erstattet wird. Im Theologischen Ausschuss der Synode hat sie an der Erweiterung des Grundartikel der EKHN mitgearbeitet (Bekenntnis zur Schuld gegenüber dem Judentum und zur bleibenden Erwählung Israels), sowie an der Entwicklung der Leitbilder der Kirche. Darauf folgten 5 Jahre als engagiertes Mitglied der Kirchenleitung der EKHN. Es galt u.a. ein neues PfarrerInnenbild mit zu entwickeln, oder auch die Lebensordnung der Kirche zu überarbeiten, die eine rechtliche Grundlage für diese darstellt.

Heidi Rosenstocks persönliches Engagement ist durch ihre Ausbildung zur Gemeinde- und Organisationsberaterin geprägt. Über 25 Jahre hat sie Kirchenvorstände und Pfarrteams beraten und fortgebildet und sie in schwierigen Situationen begleitet. Ein besonderes Anliegen ist ihr, dass Frauen in den Gemeinden sprachfähig werden und ihre Sicht der Dinge einbringen. Im Ausbildungsteam der Gemeindeberatung hat sie sich für die Qualifizierung dieser ehrenamtlichen Aufgabe eingesetzt.

Auch als Autorin ist Heidi Rosenstock bekannt, z.B. durch die Veröffentlichung von Gottesdienstmaterialien, sowie durch das Buch „Du Gott, Freundin der Menschen“ (4. Auflage 1998). In Projektgruppen, bei Kirchentagen, durch Lehraufträge, Predigtstudien, im Kirchenfunk und in vielen Veranstaltungen hat sie feministische Theologie gelehrt und gerechte Sprache befördert. Für die Bibel in gerechter Sprache war sie als Geschäftsführerin des Beirats tätig, der diese Bibelübersetzung begleitet hat, die zum Bestseller wurde. Auf ihr Engagement geht auch der Verein zur Förderung feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. zurück, der alle 2 Jahre den Leonore Siegele-Wenschkewitz Preis verleiht. Von 1996 bis 2001 war sie dessen Vorsitzende und ist seit 2001 stellvertretende Vorsitzende.

Heidi Rosenstock blickt heute zurück und stellt mit einem Augenzwinkern fest, wie wichtig es war, zuweilen den Dienstweg nicht einzuhalten, sich wichtigen Themen zu verschreiben und Verbündete zu suchen. Das Ehrenamt ist ein freiwilliges und freies Amt. Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit, aber vor allem ihre Frömmigkeit hat sie in manch heiklen Situationen stark gemacht.

Heidi Rosenstock ist Mutter von vier Töchtern, sie hat sieben Enkelkinder und eine Urenkelin, die halten sie in Schwung, wenn sie dieses Jahr 80 Jahre alt wird. Sie lebt in Schwalbach im Taunus und ist auch heute immer noch an unterschiedlichen Orten in der Kirche aktiv. Einzelexemplare der Festschrift, mit der Heidi Rosenstock zu ihrem 70ten Geburtstag geehrt wurde, sind kostenfrei erhältlich über das Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN (corinna.latzko.ipos@ekhn-net.de).

V.i.S.d.P. Dr. Hanne Köhler, Vorsitzende des Vereins zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V; www.verein-fem-theologie.de

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